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Unsere Weihnachtsaktion in der Soup Kitchen

07. November 2018

Mit was verbinden wir Weihnachten? Das gemütliche Zusammensitzen mit der Familie, die von allen geliebten Plätzchen der Oma oder doch der bunt geschmückte Weihnachtsbaum mit den Geschenken?
Und wer erinnert sich nicht an das unbeschreibliche Kribbeln im Bauch als Kind, kurz bevor die sehnlichst erwartete Bescherung anstand?
Gerne würden wir unseren Kindern in der Havana Soup Kitchen einen Teil dieses Gefühls geben – durch eine Weihnachtsfeier in der Soup Kitchen mit den Familien der Kinder. Als „Highlight“ am Ende des Fests haben wir eine Bescherung geplant, bei der wir jedem Kind mit einem eigenen Geschenk eine kleine Freude machen möchten. Gerne würden wir den Kindern einen Rucksack, gefüllt mit Hygieneartikeln, Spielzeug, Klamotten und Süßigkeiten schenken, den sie in der Schule weiter benutzen können.

Durch Ihre Unterstützung (Link zur Spendenseite) kann dieses Projekt verwirklicht werden. Wir freuen uns über jede Spende und sind dankbar für Ihre Mithilfe!

Ein typischer Tag in der Havana Soup Kitchen

02. November 2018

Frieda, die Leiterin der Havana Soup Kitchen hat uns gebeten, einen typischen Alltag der Kinder in der Soup Kitchen in einem kurzen Videoclip festzuhalten. Hier das Ergebnis unserer Bemühungen. Viel Spaß beim Ansehen:

Presseecho

06. August 2018

Pressemeldung: Denn ein hungriger Bauch lernt schlecht

Junge Häflerin engagiert sich in einer Suppenküche für Kinder in Namibia

10. Juni 2018

Friedrichshafen: Mit dem Abitur in der Tasche wird sich die 18-jährige Theresa Puhlmann ab August für ein Jahr einer völlig neuen Herausforderung stellen. In einer Suppenküche in Windhuk, Namibia, wird sie dabei helfen, rund 40 Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren eine gute Grundlage für einen erfolgreichen Schulabschluss zu geben. Bereits vor einem Jahr hatte sie sich für diesen entwicklungspolitischen Freiwilligen­dienst „weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beworben. Zur Finanzierung des Projekts sucht sie noch Unterstützer.

Der Wunsch, nach der Schule in die Welt hinaus zu gehen und dabei noch etwas Sinnvolles zu tun, reifte bei Theresa Puhlmann, 18-jährige Schülerin aus Friedrichs­hafen-Ailingen, bereits vor zwei Jahren. Dazu haben nicht nur die positiven Erlebnisse beigetragen, von denen ihre ältere Schwester im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in einem Entwicklungsland berichtete. Auch bei einem Schüleraustausch mit Brasilien hat Theresa ihre Begeisterung für neue Länder, Kulturen und Lebensweisen entdeckt. Nach einem Praktikum im Kindergarten Friedrichshafen-Berg stand für sie fest, dass sie sich für ein entwicklungspolitisches Projekt mit Kindern bewerben würde. „Die ehrliche und spontane Zuwendung, die die Kinder mir im Kindergarten entgegenbrachten, haben mir sehr viel gegeben. Dies möchte ich gerne auch bei meinem Einsatz im Ausland erfahren“, hofft die Abiturientin des Graf-Zeppelin-Gymnasiums.

Umso mehr freute sie sich, als nach einem Bewerbungsverfahren bei der vermittelnden Entsendeorganisation Volunta, einer Tochterorganisation des Deutschen Roten Kreuzes, eine Zusage für das von ihr favorisierte Hilfsprojekt in Windhuk im Briefkasten lag. So wird sie im August ins Flugzeug steigen und für ein Jahr ihr geregeltes Leben in Ailingen gegen ein Engagement in einer Suppenküche Havanas, einem der ärmsten Stadtteile Windhuks, eintauschen.

Die Havana Soup Kitchen wurde 2010 von Frieda Kemuiko Geises für sozial benach­teiligte Kinder ins Leben gerufen. Als Einheimische ist sie mit den Lebensverhältnissen der Menschen bestens vertraut. Sie wählt die insgesamt 40 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren aus, die die Suppenküche täglich besuchen dürfen. Da, wie Frieda sagt, ein hungriger Bauch schlecht lernt, erhalten die Kinder zwei Mahlzeiten (Frühstück und Mittagessen). Außerdem werden die Kinder dort betreut und auf die Schule vorbereitet.

In Havana leben die Menschen in Wellblechhütten ohne fließendes Wasser. Die meisten sind arbeitslos, die fehlenden Perspektiven lassen viele zum Alkohol greifen. Die AIDS-Quote liegt bei über 20 Prozent, und auch die Gewalt ist ein Problem. „Besonders die Kinder sind die Leidtragenden dieser Lebensumstände“, weiß Theresa. Damit die Kinder überhaupt eine Chance haben, ihren Schulabschluss zu machen, müssen sie die englische Sprache lernen. „Da das soziale Umfeld der Kinder in der Regel nicht Englisch spricht, geben wir Freiwilligen ihnen auch Englischunterricht – nur so kann ihnen der Weg aus der Armut und weg von der Straße gelingen“, ist sich Theresa sicher. Auch für die Eltern ist die Havana Soup Kitchen eine wichtige Anlaufstelle bei vielen Problemen.

Weitere wichtige Informationen zu ihrem Projekt, dem Land, seiner Kultur und seinen Eigenheiten wird Theresa bereits im Juli während eines 10-tägigen Vorbereitungs­seminars bekommen. In zahlreichen Workshops werden die Freiwilligen hier auf ihre Aufgaben vorbereitet. „Ich freue mich riesig, dabei auch die anderen Freiwilligen, die in Windhuk tätig sein werden, endlich näher kennen zu lernen“, erklärt Theresa.

Nach den letzten Abiturprüfungen bemüht sich Theresa nun verstärkt darum, einen Spenderkreis aufzubauen. Über das weltwärts-Programm (siehe Infobox) erhält das Projekt eine Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Zur Deckung der verbleibenden Kosten für ihren Freiwilligendienst sucht sie noch Unterstützer. Dafür hat sie ein Faltblatt erstellt, das sie in den lokalen Geschäften vorstellen und verteilen möchte. „Ich freue mich über jeden Betrag, der auf mein Spendenkonto eingeht“, so Theresa.

Spendenkonto:

DRK in Hessen Volunta gGmbH
Bank für Sozialwirtschaft
BIC: BFSWDE33MNZ
IBAN: DE31 5502 0500 0008 6171 02
Verwendungszweck: Spende für Theresa Puhlmann von >Vorname Nachname, Anschrift des Spenders<

Wer Theresa während ihres Freiwilligeneinsatzes begleiten möchte oder Fragen hat, kann sich auf ihrem Blog (http://th-blog.wiskom.com) näher informieren oder direkt Kontakt mit ihr aufnehmen (th-blog@wiskom.com).

INFOBOX

Was ist „weltwärts“?

Über das 2008 durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gestartete weltwärts-Programm (https://www.weltwaerts.de) haben sich bislang mehr als 20.000 junge Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern in der Kinderbetreuung, im Umweltschutz oder in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit engagiert.

Neben den Freiwilligen sind ca. 180 Entsendeorganisationen (z. B. Volunta, https://www.volunta.de) die Hauptakteure von weltwärts. Sie bereiten die Freiwilligen auf ihren Einsatz durch Seminare vor, betreuen sie vor Ort und begleiten sie während ihres Freiwilligendienstes. Auch bieten sie Möglichkeiten eines regelmäßigen Austauschs zwischen aktuellen und ehemaligen Freiwilligen an. Die Entsendeorganisationen arbeiten dabei in der Regel eng mit Partnerorganisationen in den Einsatzländern zusammen.

Was sind die Ziele von „weltwärts“?

Neben der Förderung von sozialen Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern sollen sich vor allem die jungen Menschen verändern, in den Köpfen und in den Herzen. Nach ihrer Rückkehr werden die Freiwilligen aufgefordert, sich weiterhin sozial zu engagieren. Denn: „Die Überlebensfragen der Menschheit sind nur mit engagierten jungen Menschen zu lösen. Die Erfahrungsberichte vieler Freiwilliger machen deutlich: Sie werden ein Leben lang von diesen Erfahrungen profitieren.“ (Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Aufgrund dieser auch für eine Gesellschaft wichtigen Aspekte eines Freiwilligendienstes fördert das BMZ den Freiwilligeneinsatz, indem es der Entsendeorganisation einen Zuschuss in Höhe von bis 75 Prozent zu den entstehenden Kosten für einen Freiwilligendienst gewährt. Der/die jeweilige Freiwillige soll sich z. B. über eine Spendeneinwerbung an den verbleibenden Kosten des Freiwilligendienstes beteiligen.